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RYOJI IKEDA,
DATA-VERSE-TRILOGIE


„data-verse“ ist eine datenbezogene audiovisuelle Trilogie des Künstlers und Komponisten Ryoji Ikeda und Höhepunkt einer zwei Jahrzehnte dauernden künstlerischen Suche. Die Trilogie hat die verschiedenen Dimensionen unserer Welt zum Thema und führt von der mikroskopischen über die menschliche bis hin zur makroskopischen Dimension.


Durch Ikedas Verfahren wurden riesige wissenschaftliche Datensätze transkribiert, konvertiert, umgewandelt, de-, re-, metakonstruiert und orchestriert, um die verschiedenen Dimensionen sichtbar und hörbar zu machen, die in unserer Welt zwischen dem Sichtbaren und dem Unsichtbaren nebeneinander existieren. Jede Variation lässt die Besucher*innen in das gewaltige Datenuniversum eintauchen, in dem wir leben. Dabei werden verborgene Facetten der Natur und der umfangreichen wissenschaftlichen Kenntnisse erfasst, auf denen unsere ganze Existenz basiert. Diese groß angelegte, datengetriebene Trilogie wird durch extrem präzise Computerprogramme generiert und ist mit einem minimalistischen elektronischen Soundtrack verbunden, der mit einer hoch aufgelösten 4K-DCI-Videoprojektion wissenschaftlicher Daten auf einer großen Leinwand nach Hollywood-Standard harmonisiert wird.

Das abschließende Kapitel der Trilogie „data-verse“ von Ryoji Ikeda feiert diesen Monat in den 180 Studios in London Premiere - als Teil von RYOJI IKEDA, der bisher größten Ausstellung von Werken dieses audiovisuellen Künstlers in Europa. Kuratiert und produziert wurde sie von The Vinyl Factory und Fact in Zusammenarbeit mit Audemars Piguet Contemporary (20. Mai bis 1. August 2021).

Die Ausstellung kennzeichnet nicht nur die Weltpremiere von „data-verse 3“. Sie ist auch die seit der Auftragserteilung im Jahr 2015 erste und darüber hinaus möglicherweise einzige Gelegenheit, die vollständige Trilogie zusammen zu sehen: eine seltene Chance für das Publikum, die drei Variationen harmonisch in einer Umgebung zu erleben, die dem Ausmaß des Werks gerecht wird und es zur vollen Entfaltung bringt.

Die erste Version der Trilogie, data-verse 1, wurde 2019 auf der 58. Esposizione Internazionale d'Arte – La Biennale di Venezia vorgestellt, kuratiert von Ralph Rugoff. data-verse 2 hatte seine Premiere in Tokyo als Teil der Ausstellung Beyond Watchmaking (19. Oktober bis 4. November 2019).

data-verse 1 und 2 wurden gemeinsam im Kunstmuseum Wolfsburg ausgestellt (7. Dezember 2019 bis 29. März 2020).

Ich spiele gern mit den Schwellen der Wahrnehmung.

RYOJI IKEDA

data-verse ist der Versuch, die Natur in allen ihren Größenordnungen aufzunehmen - vom Mikroskopischen zum Makroskopischen ... Ich gebe nur die Anleitung, Ihr Gehirn macht den Rest. Ihre Erfahrung, Ihre Konstruktion, Ihre Geschichte.

RYOJI IKEDA

RYOJI IKEDA

Der führende japanische Komponist elektronischer Musik und Visual-Art-Künstler Ryoji Ikeda (geb. 1966) arbeitet mit den essenziellen Eigenschaften von Klang und Licht. Dazu kombiniert er mathematische Präzision mit Ästhetik. Indem er mit Frequenzen und Skalen experimentiert, die für das menschliche Ohr und den Verstand allein nur schwer zu erfassen sind, macht Ikeda das nicht Wahrnehmbare durch numerische Systeme und Computerästhetik sichtbar. Seine Langzeitprojekte haben eine Vielzahl von Formen angenommen - von immersiven Live-Performances über audiovisuelle Installationen bis hin zu Büchern und CDs. Im Laufe der Jahre haben sie sich weiterentwickelt und seine Experimente mit Daten aufgegriffen.

Die Arbeiten wurden weltweit an zahlreichen Orten aufgeführt und ausgestellt, darunter in folgenden Museen: Museum of Contemporary Art (Tokyo); Musée d'art contemporain (MAC, Montreal); Sonár (Barcelona); The Barbican (London); The Vinyl Factory (London); The Singapore Art Science Museum; Centre Pompidou (Paris); Eye Film Museum (Amsterdam); Onassis Cultural Centre (Athen).

Ikeda ist Gewinner der Goldenen Nica bei der Ars Electronica 2001 in der Kategorie Digitale Musik, des Giga-Hertz-Award in der Kategorie Sound Art bei der ZKM in Deutschland 2012 und des Prix Ars Electronica Collide@CERN 2014. 2018 gab Ikeda die codex | edition heraus - die einzige Quelle seiner Veröffentlichungen und Aufzeichnungen. Ikeda wird von der Almine Rech Gallery in Paris, Shanghai und New York sowie von der Taro Nasu Gallery in Tokyo vertreten.