Die Herstellung von feinen Armbanduhren mit einem Schlagwerk, das die Klangqualität eines Musikinstruments erreicht, war ein jahrhundertealter Traum der Uhrmacher.

Uhrwerke mit Schlagwerk sind ein Herzstück der DNA von Audemars Piguet. Aus den Registern geht hervor, dass über die Hälfte der 1625 Uhren, die Audemars Piguet zwischen 1882 und 1892 herstellte, mit Schlagwerken ausgestattet waren. Seitdem hat die Manufaktur unglaublich komplexe Uhrwerke mit Grande Sonnerie, Petite Sonnerie und Minutenrepetition hervorgebracht.

KOMPLIKATIONEN

MINUTENREPETITION

Minutenrepetitionen, die nach Wunsch Stunden und Minuten schlagen, werden mechanisch programmiert. Sie können 720 Sequenzen schlagen: eine für jede Minute der zwölf auf einer Uhr markierten Stunden. Die Stunden werden mit einem tiefen Ton angegeben, die Minuten mit einem hohen Ton und die Viertelstunden mit einer Kombination der beiden Töne. Sobald das Schlagwerk durch ein Gleitelement an der Seite des Gehäuses aktiviert wird, schlagen Hämmerchen die jeweilige Sequenz auf Gongs aus gehärtetem Stahl.

Zahlen

2

Anzahl an Gongs und Hämmerchen, die perfekt nach Gehör gestimmt sind.

720

Anzahl der in einer Minutenrepetition programmierten Melodien.

Weniger als 40

Anzahl der Uhren mit Minutenrepetition, die Audemars Piguet pro Jahr anfertigt.

35

Anzahl der Armbanduhren mit Minutenrepetition, die Audemars Piguet von 1892 bis 1992 anfertigt hat.

498

Anzahl der Einzelteile unseres neuesten Grande-Sonnerie-Uhrwerks, des Kalibers 2956, das in der Kollektion „Code 11.59 by Audemars Piguet“ eingeführt wurde.

Die Grande Sonnerie ist die komplexeste Einzelkomplikation.

Sebastian Vivas

Direktor Heritage und Museum

Grande
SONNERIE

Eine Uhr mit Grande Sonnerie schlägt nicht nur auf Wunsch Stunden, Viertelstunden und Minuten, wie es eine traditionelle Minutenrepetition tun würde. Sie kann auch „en passant“, also ohne Einwirkung der Trägerin oder des Trägers alle Stunden und Viertelstunden schlagen.

Die Grande Sonnerie gilt als eine der anspruchsvollsten und kompliziertesten Komplikationen und wird bis heute nur sehr selten hergestellt. Derzeit besitzen nur sehr wenige hoch spezialisierte Uhrmacher*innen von Audemars Piguet die erforderlichen Fachkompetenzen, um eine Grande Sonnerie zusammenzubauen und zu justieren.

Zahlen

28

Anzahl der Taschenuhren mit Grande Sonnerie (1882 bis 1892).

0

Anzahl der Armbanduhren mit Minutenrepetition und Grande Sonnerie, aufgrund der großen Komplexität nur von 1892 bis 1957 erhältlich.

1994

In diesem Jahr führte Audemars Piguet seine erste Armbanduhr mit Grande Sonnerie ein.

Die Grande Sonnerie ist das Nonplusultra der Schlagwerksuhren. Die Einzelteile müssen perfekt synchron funktionieren, als spielten sie in einem Orchester. Nur so kann das automatische Schlagwerk die Töne für die Stunden und Viertelstunden in vollkommener Harmonie erzeugen.

Lucas Raggi

Entwicklungsdirektor

DIE
SUPERSONNERIE-TECHNOLOGIE

Audemars Piguet führte seine patentierte Supersonnerie-Technologie im Jahr 2015, nach acht Jahren gemeinsamer Forschungs- und Entwicklungsarbeit mit der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) ein.

Die Royal Oak Concept Supersonnerie besitzt ein Gehäuse mit neuer Bauart, die eine Absorption des Schalls verhindert und klangverstärkend wirkt. Bei herkömmlichen Minutenrepetitionen werden die Gongs an der Platine befestigt. Bei der Royal Oak Concept Supersonnerie sind sie dagegen mit einer neuen, als Resonanzboden wirkenden Vorrichtung verbunden, an die sie die Schwingungen direkt übertragen. Die Konstruktion funktioniert genau wie der obere Teil eines Gitarrenkörpers. Dank des verbesserten Schwingungs-Luft-Systems werden die Klangqualität, die Tonharmonie und die Klangverstärkung optimiert.