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Phoebe Hui,
The Moon is Leaving Us

2019 wurde die Künstlerin Phoebe Hui ausgewählt, zusammen mit Ying Kwok als Gastkuratorin die fünfte Art Commission von Audemars Piguet zu konzipieren. Ying Kwok war geradezum Senior Curator (Digital and Heritage) im Tai Kwun Centre for Art and Heritage ernannt worden. Huis Arbeiten prägen die erste Art Commission von Audemars Piguet, die in Asien ausgestellt wird. Sie ist im vom 25. April bis zum 23. Mai 2021 Duplex Studio von Tai Kwun zu sehen.

Aufgrund der COVID-19-Pandemie kann die Ausstellung derzeit nur online besucht werden.

Die Audemars Piguet Art Commission ist ein Wettbewerb, der alle zwei Jahre unter der Schirmherrschaft von Audemars Piguet Contemporary stattfindet, einer eigenen Sparte innerhalb der Schweizer Haute-Horlogerie-Manufaktur. Für die Kunstaufträge werden international noch nicht bekannte Kunstschaffende ausgewählt, die dann, betreut von renommierten unabhängigen Gastkurator*innen, ein groß angelegtes Kunstwerk erstellen dürfen, das in seinen Dimensionen über ihre bisherige Arbeit hinausgeht. Die Zusammenarbeit zwischen den ausgewählten Künsterler*innen und ihren Gastkurator*innen (es handelt sich jeweils um Kenner der regionalen Szene) wird unterstützt durch das Audemars Piguet Contemporary Team, das sie Beiden von den Anfängen über die Entwicklung bis hin zur Ausstellung des Kunstwerks begleitet.

Die großformatige Installation „The Moon is Leaving Us“ von Phoebe Hui beleuchtet die entscheidende Rolle von Darstellungen in der Wissenschaft und in unserem Verständnis des Universums. Sie umfasst zwei große Werkkomplexe: Selena, eine eigens konstruierte Zeichenmaschine, die eine Reihe von faszinierenden Darstellungen des Mondes erstellt, und Selenite, einen kinetischen Roboter mit 48 mechanischen Armen, die parabolisch angeordnet sind und wechselnde Bilder vom Mond auf 48 Einzelbildschirme projizieren.

Die Künstlerin hat sich an den neuesten wissenschaftlichen Daten und Mondbeobachtungen inspiriert, die bis ins 16. Jahrhundert zurückreichen. Sie überlagert historische Darstellungen mit modernsten wissenschaftlichen Bildwiedergaben, baut Roboter, die die Daten neu interpretieren und schärft das Bewusstsein für die Werkzeuge, mit denen wir die sichtbare und die unsichtbare Welt darstellen.

Hui hinterfragt die vielen unterschiedlichen Arten der Wiedergabe des Mondes und verwischt die Grenzen zwischen Wissenschaft und Poesie, so dass unsere weltweiten kulturellen Verbindungen zum einzigen natürlichen Trabanten der Erde in einem neuen Licht erscheinen.

Durch ihren erkenntnistheoretischen Ansatz fängt die Künstlerin die Melancholie ein, die mit der wissenschaftlichen Tatsache einhergeht, dass der Mond sich langsam von der Erde entfernt.

VIRTUELLE
FÜHRUNG BUCHEN

Aufgrund der COVID-19-Pandemie kann die Ausstellung derzeit nur online besucht werden. Bitte klicken Sie hier, um eine virtuelle Führung durch die Ausstellung mit Audemars Piguet Contemporary Kuratorin Audrey Teichmann über Zoom zu buchen.

AUSSTELLUNG VIRTUELL
ERKUNDEN

Der Mond hat einen besonderen Platz im Herzen der Menschen. Unbewohnbar und in weiter Ferne - ein imaginärer Ort, der zur Erkundung einlädt und voneinander entfernt lebende Angehörige und Freunde einander metaphorisch näherbringt. Dieses Symbol der Zukunft mit all ihren Möglichkeiten fasziniert mich, seit ich denken kann.

Phoebe Hui

ÜBER
DIE AUSSTELLUNG

„Ein Astronaut steht für mich für die Notwendigkeit, das Alltägliche hinter sich zu lassen und nach neuen Möglichkeiten zum Verständnis der Realität zu suchen, oder - wie in der zeitgenössischen Kunst - alternative Perspektiven für den Blick auf die Welt zu schaffen. Je mehr ich über die Grenzen unserer Horizonte nachdachte, desto klarer wurde mir, dass die Wirklichkeit keine Konstante, sondern eine Variable ist. „The Moon is Leaving Us“ stellt infrage, was wir angesichts des Gegensatzes zwischen der Natur und der unsichtbaren Welt für Tatsachen halten.

Ich will einen Kunstraum in ein urbanes Heiligtum verwandeln, in dem das Publikum die Beziehungen zu unserem Universum erkunden, reflektieren, auf- oder umbauen kann.

Erfahren Sie mehr über die Ausstellung und werfen Sie im folgenden Video einen genaueren Blick auf Selena und Selenite.

ÜBER DIE KÜNSTLERIN:
PHOEBE HUI

Phoebe Hui ist eine interdisziplinäre Künstlerin und Forscherin, die sich vorwiegend mit der Beziehung zwischen Sprache, Klang und Technologie befasst. Ihre jüngsten Projekte beruhen zunehmend auf fächerübergreifenden Ideen, die der Wissenschaftsphilosophie, der Systemästhetik und dem Konzept der Unbestimmtheit entstammen.

Hui machte ihren MFA (Design Media Art) an der University of California von Los Angeles (USA). Sie erwarb außerdem einen MA in bildender Kunst am Central Saint Martins College of Art and Design in London, sowie einen BA in kreativer Mediengestaltung an der City University von Hongkong.

Sie erhielt zahlreiche Stipendien und Preise, darunter: HKETO Yale-China Art Fellowship, Hong Kong Art Development Council Young Artist Award (Media Art), Asian Cultural Council Altius Fellowship, Bloomberg Emerging Artist Award, Asian Cultural Council United States-Japan Arts Program Research Fellowship, Hong Kong Art Development Council Art Scholarship und Hong Kong Design Association Design Student Scholarship. Ihre forschungsbasierten Kunstwerke und Beiträge wurden weltweit bei Veranstaltungen und an Orten wie der Ars Electronica, dem ISEA, dem MIT Media Lab, der Asian Contemporary Art Week, dem Metropolitan Museum of Art und dem International Festival of Arts and Ideas vorgestellt. 

ÜBER DIE GASTKURATORIN:
YING KWOK

Ying Kwok wurde gerade erst zur Senior-Kuratorin „Digital and Heritage“ im Tai Kwun Centre for Heritage and Arts ernannt. Ying Kwok ist für ihr einfallsreiches kuratorisches Konzept bekannt, das sich auf „die Grenzen der Zusammenarbeit“ zwischen Kuratoren, Künstlern und der Community konzentriert.

Von 2006 bis 2012 war sie als Kuratorin des Chinese Arts Centre in Manchester (Vereinigtes Königreich) tätig. Sie hat viele internationale Ausstellungen mitkuratiert, so auch „Harmonious Society“ beim Asia Triennial Manchester (2014), „From Longing to Belonging“ mit dem Łaźnia-Zentrum für Gegenwartskunst in Polen (2014, 2016), „No Cause for Alarm“ in der La Mama Gallery (New York, 2016), sowie das Online-Festival „Peer to Peer: UK/HK“ (2020). Als Stipendiatin des Asia Cultural Council Fellowships im Jahr 2015 forschte sie fünf Monate lang über Beteiligungsprojekte in den USA.

Zur Förderung des kritischen Denkens und zum wirksamen Austausch gründete Kwok in Hongkong gemeinsam mit einer Gruppe professioneller Künstler*innen aus der Stadt den „Art Appraisal Club“. Der Club veröffentlicht regelmäßig Ausstellungsbesprechungen, seine Artikel erscheinen in Kunstmagazinen und auf verschiedenen Plattformen für Kunst und Kultur. Kwok war 2017 auch Kuratorin der Hongkong-Präsentation auf der 57. Biennale von Venedig.