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Andreas Angelidakis :
center for the critical appreciation of antiquity

Der Künstler Andreas Angelidakis hat erste Details zu einem neuen und großformatigen Kunstwerk bekannt gegeben, das im Oktober diesen Jahres im Auftrag von Audemars Piguet Contemporary enthüllt werden soll. 

Die Installation mit dem Titel Center for the Critical Appreciation of Antiquity (2022) wird vom 11. bis zum 30. Oktober 2022 unter der Innenkuppel des historischen Pariser Espace Niemeyer zu sehen sein. Es ist die erste Einzelausstellung des Künstlers in Paris und das erste Kunstwerk, das im Auftrag von Audemars Piguet Contemporary in Paris gezeigt wird.

Mit „Center for the Critical Appreciation of Antiquity (2022)“ wollte ich eine spielerische Umgebung schaffen, in der die Besucher über die Antike nachdenken können. Der Austausch mit dem Espace Niemeyer bei den Vorarbeiten und der Umsetzung ist eine einmalige Gelegenheit. Dafür bin ich Audemars Piguet Contemporary unglaublich dankbar.

Andreas Angelidakis

Künstler

Center for the Critical Appreciation of Antiquity (2022) wird die bisher ambitionierteste Installation von Angelidakis. Die vielschichtige Installation unter der markanten Kuppel des Espace Niemeyer kann als Ort des Nachdenkens über die Antike und die moderne Stadt verstanden werden. Sie besteht aus Skulpturen, Möbeln, Videos und Collagen, in denen Säulen, Ruinen, Bücher und Gerüste aus Alltagsmaterialien und in unterschiedlichen Größen eine Rolle spielen. Die Installation steht bewusst im Dialog mit der modernen Architektur des Espace Niemeyer, einem der berühmtesten Projekte des verstorbenen brasilianischen Architekten Oscar Niemeyer in Europa.

Das Werk schafft eine faszinierende Umgebung für die Besucher und kombiniert die ausgiebige Vorarbeit von Angelidakis mit der heutigen Wahrnehmung der antiken griechischen Kultur. Dabei werden Architektur, Archäologie, Popkultur und Massentourismus einbezogen. Er beginnt mit dem Zeustempel von Olympia und erkundet davon ausgehend verschiedene Aspekte der Architektur – von Ruinen bis hin zu Restaurierungsprojekten. Die verspielte Installation dient den Besuchern als interaktiver Treffpunkt, an dem sie über die Bedeutung der Antike in unserer heutigen Zeit nachdenken können. Für Angelidakis ist das ein wichtiges Moment: virtuelle und physische Elemente seiner Arbeit werden hier zusammengeführt.

Das Kuratoren-Team von Audemars Piguet Contemporary arbeitet bei der Entwicklung des Werks eng mit Angelidakis zusammen. Die Zusammenarbeit unterstreicht die fortlaufende Mission des Programms: Künstler einzuladen, ein neues Kunstwerk in Auftrag zu geben und dabei ihre Kreativität sowie ihre zukünftigen Arbeiten weiterzuentwickeln.

Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit Andreas Angelidakis an diesem wichtigen Punkt seines künstlerischen Werdegangs. Die faszinierende Spannung zwischen der Antike und ihrer dauerhaften Bedeutung für die heutige Gesellschaft findet durch diese eindrucksvolle Installation im Espace Niemeyer einen passenden Ausdruck. Aufgrund seiner architektonischen Bedeutung stellt das Gebäude den idealen Standort für die faszinierende neue Installation von Andreas dar. Wir hoffen auf zahlreiche Besucher.

Denis Pernet

Kunstkurator, Audemars Piguet Contemporary

Andreas Angelidakis

Andreas
Angelidakis

Andreas Angelidakis (geb. 1968) lebt und arbeitet in Athen. Er ist ausgebildeter Architekt (Bachelor of Architecture am Southern California Institute of Architecture und Master in Advanced Architectural Design an der Columbia University), arbeitet inzwischen aber multidisziplinär: als Architekt, Künstler, Kurator und Autor, der sich sowohl Recherchen als auch Ausstellungen widmet, oftmals aus der Perspektive des Internet. 

Angelidakis stellt das Gebäude als Endprodukt der Architektur immer wieder in Frage, indem er die Reihenfolge von Entwurf und Umsetzung umkehrt. Oft geht er von einem bestehenden Gebäude aus und schafft Modelle, Filme, Ruinen, Installationen oder alternative Geschichten. Dabei verschwimmen die Grenzen zwischen Fakten und Fiktion, zwischen Realität und Virtualität. Als Künstler und Kurator hat er an zahlreichen Ausstellungen in aller Welt teilgenommen, darunter: „The State of the Art of Architecture“ bei der ersten Chicago Architecture Biennial, die 12. Baltische Trienniale im Zentrum für zeitgenössische Kunst in Vilnius und „Super Superstudio“ im PAC in Mailand (alle 2015) sowie „documenta14“ in Athen und Kassel (2017). 2019 nahm er an der Bergen Assembly teil. Er lieferte ein multifunktionales soziales Sitzsystem zu Paul B. Preciados „Parliament of Bodies“ für die documenta14 sowie für die Film-Biennale im OGR in Turin. Zu den von ihm kuratierten Ausstellungen gehören „The System of Objects“ in der Deste Foundation in Athen, „Super Superstudio“ im PAC in Mailand, „Fin de Siècle“ im Swiss Institute in New York, „Period Rooms“ in Het Nieuwe Instituut Rotterdam und „OOO Object Oriented Ontology“ in der Kunsthalle Basel.